Black Friday und Sale-Zeiträume

Black Friday: Herkunft und Termin

Der Black Friday ist an den US-amerikanischen Feiertag Thanksgiving gebunden und fällt stets auf den folgenden Freitag. Für die Terminbestimmung ist deshalb nicht ein festes Datum entscheidend, sondern die Lage des vierten Donnerstags im November. Im Jahr 2026 liegt Thanksgiving am 26. November; der Black Friday folgt am 27. November. Für die Planung ist außerdem wichtig, dass Händler ihre Aktionszeiträume unterschiedlich festlegen und nicht alle Angebote am selben Tag beginnen oder enden.

Der Freitag nach Thanksgiving

Black Friday bezeichnet den Freitag unmittelbar nach dem US-amerikanischen Thanksgiving. Thanksgiving wird am vierten Donnerstag im November begangen; der Aktionstag fällt dadurch jedes Jahr auf einen anderen Kalendertag, bleibt aber stets im Zeitraum vom 23. bis zum 29. November. Für die Berechnung wird zunächst der vierte Donnerstag des Monats ermittelt. Der darauffolgende Kalendertag ist der Black Friday. Diese Regel erklärt, weshalb sich das Datum nicht wie bei einem festen Feiertag jedes Jahr wiederholt. Wer den Termin für ein bestimmtes Jahr bestimmen möchte, sucht im November den vierten Donnerstag und zählt einen Tag weiter. Ein zusätzlicher Wochentagswechsel oder eine komplizierte Berechnung ist nicht nötig. Die Verbindung mit Thanksgiving verankert den Aktionstag im US-amerikanischen Kalender. Für den Handel ist diese Lage praktisch: Black Friday folgt direkt auf den Feiertag und bildet einen leicht wiedererkennbaren Zeitpunkt für gebündelte Verkaufsaktionen. Auch bei der Planung von Black Friday Angeboten hilft die Regel, den Zeitraum früh einzuordnen. Das konkrete Datum verrät jedoch nicht automatisch, wann ein einzelner Händler seine Aktion startet oder beendet; die Dauer kann von Anbieter zu Anbieter variieren.

Der Termin 2026

Im Jahr 2026 fällt Thanksgiving auf Donnerstag, den 26. November. Der Black Friday ist deshalb am Freitag, dem 27. November 2026. Cyber Monday folgt am Montag, dem 30. November 2026. Die Datumsfolge ergibt sich aus der Kalenderregel: Auf den vierten Donnerstag im November folgt unmittelbar der Black Friday; der Cyber Monday liegt im Anschluss am Montag.

Wie lange die Aktionen tatsächlich laufen

Der Name Black Friday bezeichnet einen einzelnen Freitag, doch der Angebotszeitraum vieler Händler ist länger. Manche Verkaufsaktionen beginnen bereits ein bis zwei Wochen vorher. Andere Anbieter lassen Angebote nach Cyber Monday weiterlaufen. Eine einheitliche Laufzeit gibt es nicht: Jeder Händler legt selbst fest, wann seine Aktionen starten und enden. Für die Kaufplanung bedeutet das, dass der Freitag nicht zwingend der einzige Zeitpunkt für verfügbare Rabatte ist. Wer einen Einkauf an einem bestimmten Tag plant, sollte die Angaben des jeweiligen Händlers zum Start und Ende der Aktion prüfen. Ein früher Beginn kann Gelegenheit bieten, Angebote schon vor dem Black Friday anzusehen; bei einer Verlängerung können Aktionen auch nach Cyber Monday noch verfügbar sein. Daraus folgt aber nicht, dass jedes Produkt während des gesamten Zeitraums angeboten wird. Auch die Verfügbarkeit kann sich im Verlauf einer Verkaufsaktion ändern. Ein Angebot, das zu Beginn sichtbar ist, muss nicht bis zum letzten Aktionstag erhältlich bleiben. Umgekehrt können Händler ihre Verkaufsaktionen über mehrere Tage oder Wochen verteilen. Beim Online Shopping lohnt es sich daher, den angegebenen Aktionszeitraum für den konkreten Artikel zu beachten und Kaufentscheidungen nicht allein an den Namen des Aktionstags zu knüpfen. Für die Planung ist der tatsächliche Zeitplan des Händlers maßgeblich, nicht eine vermeintlich für alle Anbieter geltende Dauer.

Sale-Zeiträume im Jahresverlauf

Sonderangebote verteilen sich über das ganze Jahr und folgen nicht alle einem einheitlichen Kalender. Neben saisonalen Schlussverkäufen setzen Händler eigene Aktionstage, deren Termine und Laufzeiten sie selbst festlegen. Für die Planung sind vor allem der Anlass, die Ankündigung und die Bedingungen der jeweiligen Verkaufsaktion wichtig. Die folgenden Zeiträume zeigen, wann sich ein Blick auf Angebote besonders lohnen kann.

Saisonale Schlussverkäufe

Feste gesetzliche Termine für Sommer- und Winterschlussverkäufe gibt es in Deutschland seit 2004 nicht mehr. Zuvor waren die Zeitfenster für diese Verkaufsaktionen gesetzlich festgelegt; mit der Abschaffung können Händler selbst entscheiden, wann sie Ware reduzieren und wie lange ein Schlussverkauf dauert. Das schafft mehr Freiheit bei der Planung, führt aber dazu, dass es keinen bundesweit einheitlichen Starttag gibt.

Im Handel liegen Winter-Schlussverkäufe häufig im Januar und Februar, wenn Herbst- und Winterware Platz für neue Kollektionen machen soll. Sommer-Schlussverkäufe beginnen oft im Juli oder August und betreffen beispielsweise Kleidung, Schuhe und saisonale Freizeitartikel. Das sind typische Zeitfenster, keine verbindlichen Termine: Einzelne Geschäfte starten früher, verlängern ihre Aktion oder bieten reduzierte Ware nur solange der Vorrat reicht an.

Auch die Sortimente unterscheiden sich. Modehändler reduzieren häufig Größen und Farben, die zum Saisonende noch verfügbar sind; bei Garten- oder Freizeitartikeln kann der Abverkauf ebenfalls an den Wechsel der Saison gekoppelt sein. Für die Schnäppchenjagd lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Bezeichnung „Schlussverkauf“ zu achten, sondern die tatsächlich verfügbaren Modelle und Größen zu prüfen. Wer flexibel bei Farbe oder Ausführung ist, findet eher passende Angebote, während besonders gefragte Varianten oft früher vergriffen sind.

Händler-eigene Aktionstage

Aktionstage einzelner Händler haben meist keinen dauerhaft festen Kalendertag. Der Anbieter bestimmt den Zeitraum und kündigt ihn selbst an; die Vorjahresdaten können eine Orientierung geben, sind aber keine Garantie für den nächsten Termin. Die Tabelle vergleicht typische Formate und zeigt, worauf Sie bei der Planung achten können.

Vergleich ausgewählter Händleraktionen
AktionZeitpunktOrganisatorAnkündigung und VorhersagbarkeitRechtlicher Rahmen und Planung
Prime DayJährlich wechselnd; häufig im Sommer, gelegentlich auch zu einem anderen ZeitpunktAmazonAmazon gibt den Termin vorab bekannt. Frühere Termine sind nur ein Anhaltspunkt.Es gelten die allgemeinen Preisangabenregeln. Prüfen Sie vorab, ob eine Teilnahme oder ein bestimmter Zugang erforderlich ist.
Black Week eines HändlersMeist im November; Dauer und Starttag unterscheiden sich je nach AnbieterJeweiliger Händler oder MarktplatzDie Termine werden über die eigenen Kanäle angekündigt; ohne konkrete Ankündigung bleibt der Start unsicher.Auch bei befristeten Aktionen gelten die Vorgaben für Preisermäßigungen. Vergleichen Sie die ausgewiesenen Bedingungen und den Angebotszeitraum.
Geburtstags- oder JubiläumsaktionRund um den vom Händler gewählten Jahrestag; kein branchenweit einheitlicher TerminEinzelnes UnternehmenDer Händler nennt Anlass und Laufzeit selbst. Das Format ist daher nur anhand seiner Mitteilungen planbar.Die allgemeinen Regeln für Preisangaben gelten unabhängig vom Anlass. Prüfen Sie, für welche Artikel und Kanäle die Aktion gilt.

Bei angekündigten Preisermäßigungen verlangt § 11 der deutschen Preisangabenverordnung grundsätzlich die Angabe des niedrigsten Gesamtpreises, den der Händler innerhalb der vorherigen 30 Tage verlangt hat. Diese Vorgabe gilt nicht nur für große Aktionstage, sondern auch für zeitlich begrenzte Sonderangebote. Eine Händlerankündigung kann Ihnen helfen, den Start im Kalender einzuplanen; sie ersetzt jedoch nicht den Blick auf Teilnahmebedingungen, verfügbare Produkte und die konkrete Preisangabe.

Für wiederkehrende Aktionen genügt es, frühere Termine als grobe Orientierung zu notieren und auf die offizielle Ankündigung des Anbieters zu warten. So lassen sich Einkaufspläne vorbereiten, ohne einen noch unbestätigten Termin als sicher anzunehmen. Besonders bei Angeboten mit begrenzter Laufzeit sollten Sie außerdem prüfen, ob der angegebene Zeitraum für den gewünschten Artikel gilt.

Singles Day am 11. November

Der Singles Day findet jedes Jahr am 11. November statt. Das Datum 11.11. wird mit den vier einzelnen Ziffern eins verbunden und geht auf einen chinesischen Anlass zurück, der das Leben alleinstehender Menschen in den Mittelpunkt stellte. Seit 2009 wird der Tag außerdem von großen Onlinehändlern als Einkaufsaktion genutzt und hat sich zu einem wichtigen Termin im internationalen Handel entwickelt.

Auch in Deutschland greifen zunehmend Onlinehändler und Marktplätze den Aktionstag auf. Wie umfangreich die Auswahl ist und welche Produktgruppen einbezogen werden, hängt jedoch vom jeweiligen Anbieter ab. Anders als bei saisonalen Schlussverkäufen ist der Kalendertermin fest; die konkrete Verkaufsaktion bleibt dennoch eine Entscheidung des Händlers. Damit unterscheidet sich der Singles Day von beweglichen, von verschiedenen Anbietern gestalteten Verkaufszeiträumen im November.

Wer Angebote einplanen möchte, sollte die Mitteilungen des jeweiligen Händlers beachten: Manche veröffentlichen Details erst kurz vor dem 11. November, andere kündigen einzelne Aktionen früher an. Prüfen Sie dabei, wann ein Angebot beginnt und endet und für welche Artikel es gilt. So können Sie den Singles Day in Ihre Deal-Übersicht aufnehmen, ohne anzunehmen, dass jeder Händler dieselben Rabatte oder Teilnahmebedingungen bietet.

Echte Angebote erkennen

Ein auffälliger Rabatt beweist noch nicht, dass ein Produkt gerade günstig ist. Aussagekräftig wird ein Angebot erst, wenn der Preisverlauf, vergleichbare Produkte und mögliche Zusatzkosten berücksichtigt werden. Bei Preisermäßigungen ist außerdem entscheidend, worauf sich ein angegebener vorheriger Preis bezieht. Im Online Shopping helfen dokumentierte Vergleiche dabei, Verkaufsdruck und attraktive Preisangaben sachlich einzuordnen. Mit einer festen Prüfroutine lassen sich echte Sparmöglichkeiten von bloß überzeugend präsentierten Preisen unterscheiden.

Preis vor und nach der Aktion vergleichen

Ein belastbarer Preisvergleich beginnt vor der Verkaufsaktion und bezieht das konkrete Modell ein, nicht nur eine ähnliche Produktreihe. Halten Sie die wichtigsten Angaben schriftlich fest, damit sich spätere Preisansagen prüfen lassen.

  • Notieren Sie vor dem Aktionsstart Datum, Produktbezeichnung, Modellnummer und aktuellen Gesamtpreis; ein Bildschirmfoto der Produktseite dokumentiert Preis und ausgewählte Ausführung.
  • Prüfen Sie den Verlauf bei Preisvergleichsdiensten wie Idealo oder Geizhals; für Angebote bei Amazon kann Keepa Preisänderungen des jeweiligen Artikels anzeigen.
  • Vergleichen Sie identische Modellnummern, Speichergrößen, Farben und Lieferumfänge; ein günstigerer Preis für eine ältere Generation ist kein gleichwertiger Vergleich.
  • Rechnen Sie Versandkosten, mögliche Gebühren und erforderliche Zusatzkäufe ein; ein Aktionspreis von 300 Euro kostet mit 8 Euro Versand tatsächlich 308 Euro.
  • Prüfen Sie, ob Händler, Lieferzeit und Verfügbarkeit vergleichbar sind; Marketplace-Angebote können andere Verkäufer, Versandbedingungen oder Rückgabeabläufe haben.
  • Berücksichtigen Sie Garantiebedingungen und mitverkaufte Leistungen nur, wenn sie tatsächlich im Preis enthalten sind; ein separat berechneter Schutzbrief verteuert den Kauf.

Kontrollieren Sie den Preis erneut während der Aktion und vergleichen Sie ihn mit dem notierten Vorabpreis sowie mehreren Händlern. Ein Kampagnenrabatt bedeutet nicht automatisch, dass der Preis marktweit am niedrigsten ist. Kaufen Sie, wenn das passende Modell einschließlich Versand und benötigter Leistungen günstiger ist als bei vergleichbaren seriösen Händlern und der Preisverlauf den Nachlass plausibel macht. Fehlt ein klarer Preisvorteil, warten Sie auf ein nachvollziehbar günstigeres Angebot.

Streichpreise prüfen

Ein durchgestrichener Preis kann einen Rabatt eindrucksvoll aussehen lassen, sagt für sich genommen aber wenig über die tatsächliche Ersparnis aus. Bei einer angekündigten Preisermäßigung ist der maßgebliche Bezugspunkt nach § 11 PAngV der niedrigste Gesamtpreis, den der Händler innerhalb der letzten 30 Tage vor der Preisermäßigung verlangt hat.

  • Prüfen Sie, ob der beworbene Nachlass auf den niedrigsten Gesamtpreis der vergangenen 30 Tage bezogen ist; ein früherer höherer Preis ist dafür nicht maßgeblich.
  • Unterscheiden Sie einen vorher verlangten Händlerpreis von einer unverbindlichen Preisempfehlung; eine UVP belegt nicht, dass das Produkt zuvor zu diesem Betrag verkauft wurde.
  • Vergleichen Sie die durchgestrichene Angabe mit Preisverläufen und älteren Produktansichten; ein kurzer Preisverlauf allein kann einen längeren Angebotszeitraum übersehen.
  • Kontrollieren Sie Modellnummer, Ausstattung und Packungsgröße; Vergleichspreise für eine andere Produktvariante lassen sich nicht als Beleg für denselben Artikel verwenden.
  • Achten Sie auf Gesamtpreise einschließlich Versand und auf den konkreten Anbieter; Händlerpreise und Angebote anderer Verkäufer sind nicht automatisch miteinander gleichzusetzen.

Ein glaubwürdiger Preisvergleich benennt klar, welcher vorherige Händlerpreis gemeint ist und für genau welches Produkt er gilt. Bleibt unklar, ob der Streichpreis den maßgeblichen 30-Tage-Preis oder lediglich eine UVP zeigt, bewerten Sie den Nachlass anhand des aktuellen Marktvergleichs statt anhand der Rabattzahl.

Impulskäufe vermeiden

Countdowns, knappe Bestandsmeldungen und Hinweise auf andere Interessenten erzeugen Zeitdruck, auch wenn sie den tatsächlichen Preisvorteil nicht belegen. Ratenkaufangebote senken zudem die sichtbare Sofortbelastung, können aber durch Gebühren oder Laufzeitkosten teurer werden.

  • Behandeln Sie einen Countdown als Werbesignal und prüfen Sie, ob Endzeit, Aktionsbedingungen und Produktpreis auch unabhängig davon nachvollziehbar sind.
  • Bewerten Sie Meldungen wie „wird gerade angesehen“ nicht als Beleg für Qualität oder Ersparnis; sie sagen nichts über den besten verfügbaren Gesamtpreis aus.
  • Wenden Sie eine Pause-Regel an: Legen Sie den Artikel für mindestens 30 Minuten beiseite und öffnen Sie danach Preisverlauf und Warenkorb erneut.
  • Nutzen Sie vor dem Bezahlen eine kurze Checkliste: Ist das Produkt eingeplant, passt die Ausführung, stimmt der Gesamtpreis und ist der Händler bekannt?
  • Prüfen Sie beim Ratenkauf den Gesamtbetrag, mögliche Gebühren, Zahltermine und Laufzeit; vergleichen Sie diesen Betrag mit einer Zahlung ohne Finanzierung.

Setzen Sie vor dem Einkauf ein festes Budget und ziehen Sie den Warenkorbwert davon ab, bevor Sie den Kauf bestätigen. Kaufen Sie nur, wenn Artikel und Gesamtkosten auch nach der Pause in Ihre Planung passen.

Black Friday vorbereiten

Eine kurze Vorbereitung hilft, Black Friday Angebote gezielt statt spontan auszuwählen. Legen Sie fest, welche Produkte wirklich gebraucht werden, welche Ausgaben möglich sind und welche Rückgabebedingungen gelten. Preisalarme und Preisverläufe machen Angebote besser einschätzbar, während ein festes Budget den finanziellen Rahmen vorgibt. Beim Online Shopping gehören auch Versandkosten, Garantiebedingungen und das gesetzliche Widerrufsrecht zur Kaufentscheidung.

Wunschliste und Preisalarm

Erstellen Sie die Wunschliste mindestens einige Tage vor dem Angebotszeitraum und notieren Sie pro Produkt Modellnummer, gewünschte Größe oder Ausstattung sowie einen Höchstpreis. Priorisieren Sie zuerst notwendige Ersatzkäufe, danach sinnvolle Anschaffungen und zuletzt optionale Wünsche. Eine genaue Modellbezeichnung verhindert, dass ein ähnlich benanntes, aber anders ausgestattetes Produkt im Alarm landet.

  • Tragen Sie bei Elektronik die vollständige Modellnummer ein und ergänzen Sie zentrale Merkmale wie Speichergröße oder Bildschirmdiagonale, damit Varianten nicht verwechselt werden.
  • Ordnen Sie jeden Wunsch einer Priorität zu und schreiben Sie daneben, welche konkrete Funktion den Kauf rechtfertigt; so bleibt die Liste überschaubar.
  • Setzen Sie je Produkt einen Zielpreis, der zu Ihrem geplanten Ausgabenlimit passt, statt den Alarm lediglich auf irgendeinen Preisrückgang einzustellen.
  • Richten Sie Preisalarme in der App von idealo oder Geizhals ein; für viele Amazon-Produkte bietet Keepa Preisverläufe und Benachrichtigungen.
  • Prüfen Sie beim Alarm den exakten Händler, die Produktvariante und Versandkosten, denn Marktplatzangebote und Lieferbedingungen können sich unterscheiden.
  • Nutzen Sie mindestens zwei Preisverlauf-Dienste, wenn Daten verfügbar sind, und achten Sie auf den angezeigten Zeitraum sowie erkennbare Lücken in der Historie.
  • Aktivieren Sie Mitteilungen nur für wichtige Artikel und testen Sie den Alarm vorab mit einem einzelnen Produkt, damit Hinweise auf dem Gerät ankommen.

Kontrollieren Sie die Liste am Aktionstag in einem festen Zeitfenster und streichen Sie nicht mehr benötigte Artikel. Kaufen Sie nur, wenn das passende Produkt auf der priorisierten Liste steht und der Preisalarm Ihren vorher festgelegten Zielpreis erreicht.

Budget festlegen

Bestimmen Sie zuerst die Gesamtsumme, die nach Miete, laufenden Rechnungen, regelmäßigen Sparbeiträgen und bereits geplanten Ausgaben tatsächlich frei verfügbar bleibt. Verwenden Sie kein Geld, das für Fixkosten oder eine notwendige Rücklage vorgesehen ist. Ein Betrag auf dem Girokonto ist nicht automatisch ein Einkaufsbudget: Entscheidend ist, was nach den nächsten fälligen Zahlungen übrig bleibt.

Teilen Sie die Obergrenze anschließend auf konkrete Käufe auf. Für jeden Artikel gilt ein eigenes Limit; berücksichtigen Sie dabei Versand, notwendiges Zubehör und mögliche Zusatzkosten. Wenn das Gesamtbudget beispielsweise 300 Euro beträgt, dürfen Einzelposten zusammen einschließlich dieser Kosten höchstens 300 Euro erreichen. Notieren Sie die Limits vor Beginn der Verkaufsaktionen, damit ein hoher Rabatt nicht unbemerkt den finanziellen Rahmen verschiebt.

Berücksichtigen Sie auch Opportunitätskosten: Geld für ein optionales Gerät fehlt möglicherweise für eine Reparatur, einen geplanten Ersatzkauf oder eine andere Ausgabe in den kommenden Wochen. Fragen Sie sich deshalb bei jedem Posten, welche konkrete Alternative Sie mit derselben Summe finanzieren würden. Ist diese Alternative wichtiger, bleibt der Kauf aus.

Nutzen Sie eine feste Entscheidungsregel: Kaufen Sie nur, wenn der Endpreis einschließlich Nebenkosten unter dem Einzelpostenlimit liegt und die Summe aller geplanten Käufe die Gesamtobergrenze nicht überschreitet. Sobald eine der beiden Grenzen erreicht ist, werden keine weiteren Artikel in den Warenkorb gelegt.

Rückgabe nach dem Kauf

Bei den meisten Onlinekäufen von gewerblichen Händlern können Verbraucher den Vertrag innerhalb von 14 Tagen widerrufen; das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 355 BGB gilt auch während eines Sale-Zeitraums. Die Frist beginnt bei Waren grundsätzlich mit dem Erhalt der Lieferung. Ein Aktionspreis allein hebt das Widerrufsrecht nicht auf. Erklären Sie den Widerruf gegenüber dem Händler eindeutig, etwa über dessen bereitgestelltes Formular oder per Nachricht, und bewahren Sie die Bestätigung auf.

Es gibt gesetzliche Ausnahmen. Dazu zählen beispielsweise individuell angefertigte Waren, schnell verderbliche Produkte und versiegelte Hygieneartikel, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde. Auch bei digitalen Inhalten kann das Widerrufsrecht unter bestimmten Voraussetzungen vorzeitig erlöschen, etwa wenn die Ausführung mit ausdrücklicher Zustimmung beginnt und der Verlust des Rechts bestätigt wurde. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung, ob die konkrete Ware oder Leistung unter eine Ausnahme fällt.

Davon zu unterscheiden sind freiwillige Rückgaberegeln des Händlers: Für Käufe im Laden besteht bei bloßem Nichtgefallen grundsätzlich kein allgemeines gesetzliches Rückgaberecht; längere Rückgabefristen können Händler jedoch freiwillig anbieten. Lesen Sie vor dem Onlinekauf, wer die Rücksendekosten trägt, welche Frist gilt und wie die Rücksendung angemeldet werden muss. Prüfen Sie außerdem Garantiebedingungen und unterscheiden Sie eine freiwillige Garantie von gesetzlichen Rechten bei mangelhafter Ware. Bewahren Sie Rechnung, Bestellbestätigung und Versandnachweis auf, bis die Rückabwicklung abgeschlossen ist.

Fragen zu Black Friday

Hier finden Sie kompakte Antworten zu Terminen, Preisen und Rechten rund um Black Friday und Cyber Monday.

Wann ist Black Friday 2026?

Black Friday 2026 ist am Freitag, 27. November 2026. Das Datum ergibt sich aus der üblichen Berechnung: Black Friday fällt auf den Freitag nach dem vierten Donnerstag im November, dem US-amerikanischen Erntedankfest. Der darauf folgende Cyber Monday ist am Montag, 30. November 2026. Wer gezielt nach Aktionen sucht, sollte beachten, dass Händler ihre Angebote teils schon vor dem Freitag starten oder bis nach dem Wochenende fortführen.

Sind Preise an Black Friday wirklich niedriger?

Preise sind an Black Friday nicht automatisch niedriger; die tatsächliche Ersparnis unterscheidet sich je nach Produkt und Händler. Bei einer angekündigten Preisermäßigung muss der Händler nach der Preisangabenverordnung grundsätzlich den niedrigsten Gesamtpreis nennen, den er in den vorherigen 30 Tagen verlangt hat. Diese Angabe bietet einen besseren Anhaltspunkt als ein hoher durchgestrichener Ausgangspreis. Vergleichen Sie zusätzlich den aktuellen Preis desselben Modells bei mehreren Anbietern, denn erst der Marktvergleich zeigt, ob das Angebot tatsächlich günstig ist.

Gilt das Widerrufsrecht auch bei Sale-Artikeln?

Ja, das Widerrufsrecht gilt grundsätzlich auch für Sale-Artikel, wenn Sie einen widerrufsfähigen Vertrag schließen. Bei Onlinekäufen können Verbraucher den Kauf in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen; maßgeblich sind die gesetzlichen Voraussetzungen und der Beginn der Frist. Ausnahmen bestehen beispielsweise bei individuell angefertigter Ware oder bestimmten versiegelten Produkten, wenn die Versiegelung geöffnet wurde. Ein Rabatt allein hebt das Widerrufsrecht nicht auf; bei Zweifeln hilft ein Blick in § 355 BGB und die geltenden Vorschriften zum Fernabsatz.

Was ist der Unterschied zwischen Black Friday und Cyber Monday?

Black Friday ist traditionell ein Verkaufsereignis für den stationären Handel und den Onlinehandel. Cyber Monday ist stärker auf Onlineangebote ausgerichtet und wird vor allem von Internetshops für digitale Verkaufsaktionen genutzt. In der Praxis überschneiden sich die beiden Ereignisse: Viele Händler bieten ihre Rabatte über mehrere Tage hinweg sowohl im Geschäft als auch im Netz an. Der Unterschied liegt daher vor allem im historischen Schwerpunkt und im typischen Vertriebskanal, nicht in einer festen Grenze zwischen den teilnehmenden Händlern.